Freifunk-Serie (2): Erste Schritte mit Freifunk

Logo von Freifunk Mainz e.V.

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Im meinem ersten Beitrag hatte ich darüber geschrieben, was Freifunk überhaupt ist. In diesem Beitrag möchte ich über meine ersten Schritte bei Freifunk Mainz berichten.

Mittlerweile betreibe ich zwei funktionsfähige Freifunk-Knoten. Beide laufen super! Ich warte eigentlich nur tagtäglich auf neue Router, damit ich sie konfigurieren und aufstellen und damit das Freifunk-Netz vergrößern kann.

Router

Zunächst benötigt man einen entsprechenden Router, der mit OpenWRT als freier Firmware kompatibel ist. Als sehr gut geeignet haben sich dafür die Modelle der Firma TP-Link herauskristallisiert. TP-Link lässt auf seinen Geräten auch fremde Firmware zu. Zudem ist die Installation einer fremden Firmware sehr einfach.

Router TP-Link TL-WDR3600

Router TP-Link TL-WDR3600

Ich habe mich für das Modell TL-WDR3600 entschieden. Bei Amazon kann man Router und Zubehör meist recht günstig gebraucht kaufen. Zu empfehlen sind die Angebote von Amazon Warehouse Deals. Die Artikel sind geprüft und es besteht Rückgaberecht; meist entfallen auch die Versandkosten.
Auf dem Router muss dann gemäß Anleitung die Freifunk-Firmware installiert (im Freifunk-deutsch „geflasht“).
Ist der Router richtig geflasht, muss er noch als Freifunk-Knoten konfiguriert (Knoten wird im Freifunk-deutsch „Node“ genannt) werden. Dazu muss man sich vom Freifunk-Team eine IP-Adresse geben lassen. Die Anleitungen sind weitestgehend verständlich gehalten; bei Gelegenheit werde ich mir sie aber auch noch einmal vornehmen und ein paar kleinere Dinge verbessern.
Um sicherstellen zu können, dass Router und Gate miteinander kommunizieren könnten, wird während der Konfiguration des Nodes ein privater und ein öffentlicher TINC-Key erzeugt. Den öffentlichen TINC-Key lässt man dann dem Freifunk-Team zukommen. Dieser wird auf dem Gate eingetragen.
Ist das erledigt, muss nur noch der Freifunk-Router mit dem bereits vorhandenen Router per LAN-Kabel verbunden werden.
Weiterhin sollten die Geo-Koordination des Router-Standortes im Freifunk-Wiki eingetragen werden. Dann erscheint auch der Standort auf der Geo-Map von Freifunk Mainz.

Antenne zur Signalverstärkung

Rundstrahlerantenne TP-Link TL-Ant2408c

Rundstrahlerantenne TP-Link TL-Ant2408c

Die standardmäßig an einem Router angebrachten Antennen verfügen über nicht gerade viel Sendeleistung. Generell gilt aber: Je weniger Hindernisse (Wände, Bäume etc.) im Weg sind, desto höher ist die Sendeleistung. Es gibt verschiedene Antennentypen, wobei man diese grob in drei verschiedene Kategorien unterteilen kann:

Die Rundstrahlantenne (siehe Abbildung rechts) verfügt über einen Winkel von 360°, d.h., ein Signal wird in alle Richtungen gesendet und aus allen Richtung empfangen. Diese Antenne bietet sich besonders für den normalen Gebrauch in der Wohnung, in Cafés etc. an.

Eine Sektorantenne hat einen etwas geringeren Winkel (ca. 110°), aber dafür ist das Signal innerhalb des Winkels deutlich stärker als bei einer Rundstrahlantenne mit einer vergleichbaren Sendeleistung. Eine solche Antenne kommt häufig im öffentlichen Raum (z.B. bei Hotspots) zum Einsatz.

Eine Richtantenne hat den minimalsten Winkel, aber dafür die größte Reichweite. Sie wird in der Regel für die Überwindung größerer Strecken verwendet und kann mehrere Kilometer überwinden. Diese Technik wird auch gemeinhin Richtfunk genannt.

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